Dienstag, 22. Juli 2014

Haben Klone eine Seele?

Es geht um Ethik, Moral und Existenzialismus. Anhand des Films Alles, was wir geben mussten (Never let me go) diskutieren wir heute flott zu dritt den Sinn des Lebens von Klonen. Wir fragen, ob Klone eine Seele haben (antworten aber nicht darauf) und ob unter gewissen Umständen Terrorismus gerechtfertigt sein kann. Und wir erzählen Geschichten. Diego erzählt uns eine von Jean-Paul Sartre über einem Kapitän, die davon handelt, ob wir ein anderes Leben führen, wenn wir nur wollten? René erzählt eine von Heinrich Popitz daüber, die Besucher einer Kreuzfahrt Herrschaftsverhältnisse gegenüber ihren Liegestühlen aushandeln. Außerdem geht's um die Schule als Disziplinierungsanstalt (Michele Foucault). Dies sei der Grund, wieso moderne Erkenntnisse der Lern- und Hirnforschung sich nicht im Schulsystem niederschlagen. Über eine steile These geraten wir am Ende in Streit und streifen die Wissenschaftstheorie, schärfen Ockhams Rasiermesser und gehen damit aufeinander los. 

Donnerstag, 10. Juli 2014

Robotersoziologie im Film Robot & Frank

Es wird technisch. Die Mensch-Maschine-Interaktions-Forscherin Maxie, der Techniksoziologe Diego und der Sonntagssoziologe René unterhalten sich über den Film Robot & Frank. Im Fokus dieser Folge stehen diese Themen: Stand der Entwicklung von Servicerobotern wie den ASIMO und den Care-o-bot; Personenbegriff und Identität; Freundschaft; Sozialkonstruktivismus. Natürlich streiten wir uns auch darüber, ob wir als Soziologen Gehirne brauchen und Diego outet sich als Psychologie-Desperado.




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Sonntag, 2. März 2014

Achtsamkeit als Bildungskonzept

Achtsamkeit ist ein zentraler Bestandteil fast aller Religionen. Insbesondere im Zen-Buddhismus wird viel Wert auf einen achtsameren Umgang mit sich selbst gelegt. Nicht zuletzt hat das Engagement des Dalai Lamas Achtsamkeit inzwischen aus der Religion in Bildung und Erziehung hinein getragen, z.B. als eigenes Schulfach. Mein Gast Dr. Jürgen Elsholtz forscht und publiziert (Bildung und Bewusstsein) nicht nur zu diesem Thema, sondern lebt es auch vor. Seine Lehrveranstaltungen an der Universität Bielefeld sind demnach auch von praktischen Übungen geprägt. Doch nicht immer gelingt es, Achtsamkeit in Bildungskonzepte einzubauen. In dieser Folge versuchen wir eine Begriffsbestimmung, setzen uns mit den Vorreitern der Achtsamkeitsidee Jon Kabat-Zinn und Vera Kaltwasser auseinander und werfen einen kritischen Blick auf religiöse Ideen, welche über derartige Bildungsangebote in die Schulen gelange könnten. Mit dabei im Geiste: Marcel Mauss, Michele Foucault und Peter Sloterdijk.


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Montag, 16. Dezember 2013

Agora - Religion, Herrschaft und Gewalt

Der Film Agora – Die Säulen des Himmels handelt von der antiken Mathematikerin, Astronomin, Ingenieurin und Philosophin Hypatia von Alexandria, die war. Sie lebt, forscht und leidet in einer Zeit der religiösen Umbrüche. Das Christentum ist herangegangen, die alten Kulte abzulösen. Ich spreche mit dem antiken Experten Alexander Wiehart über die damalige Zeit und streiten uns über die Qualität des Films.







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Samstag, 19. Oktober 2013

Falling Down – Anomietheorie von Robert K. Merton

In der letzten Folge stellten wir die kriminologische Anomietheorie von Robert K. Merton vor und zeigten, wie man sie zur Filminterpretation verwenden kann. Heute wollen wir sie anhand eines weiteren Films erproben. Mertons Theorie beschreibt fünf Typen und deren unterschiedlichen Anpassungsstrategien unter sozialen Druck. Dabei gehen wir besonders auf einen Typen ein: den angepassten Ritualisten. In Falling Down -- ein ganz normaler Tag aus dem Jahre 1993 spielt Michael Douglas einen genervten Ingenieur auf dem Weg nach Hause, der nach und nach die Kontrolle verliert und Amok läuft. Außerdem klären wir nochmals, wieso Soziologen keine Gehirne brauchen.


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Exam – Anomietheorie von Robert K. Merton

Ein abgeschotteter Raum und acht Bewerber für einen begehrten Job in einem angesehenen Unternehmen. Nur einer kann die Stelle bekommen. Vor ihnen liegt nur ein Stift und ein leeres Blatt Papier. Sie sollen eine einzige Frage beantworten, doch sie wissen nicht welche. Wer den Raum verlässt, das Personal anredet oder sein Papier beschädigt, wird disqualifiziert. Zunächst arbeiten alle zusammen und tasten sich zaghaft Schritt für Schritt vor. Doch schon bald kippt Kooperation in Gewalt. Wir  untersuchen den Ablauf der Geschehnisse des Kammerspiels "Exam -- tödliche Prüfung" aus dem Jahre 2009 anhand einer kriminologischen Theorie -- der Anomietheorie von Robert K. Merton. Nach dieser lassen sich Menschen in fünf Grundtypen einordnen und jeder Typ reagiert anders auf sozialen Druck. Für Cineasten dürfte diese Folge ganz besonders interessant sein, da sie zukünftige Filme ebenfalls mit dieser Anomietheorie abklopfen können.


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Montag, 9. September 2013

Blade Runner - eine existenzphilosophische Deutung Teil 2

Dr. Alexander Wiehart unternimmt eine existenzphilosophische Interpretation der Abschlußszene des Science Fiction Klassikers Blade Runner von Ridley Scott aus dem Jahre 1982. Was bedeutet Freiheit im Tod? Warum kann der Hedonismus nicht der Sinn des Lebens sein? Wann ist der Mann ein Mann Mensch ein Mensch der Roboter ein Mensch? Darüber hinaus unterhalten wir uns in diesem ersten Teil unseres Gesprächs über die Architektur der Blade Runner Gesellschaft, über Erinnerungen, Identitätskonstruktion und die Frage nach Schuldfähigkeit zwischen Determinismus und Freiheit.











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Samstag, 7. September 2013

Blade Runner - eine existenzphilosophische Deutung Teil 1

Der Film Blade Runner (1982) von Ridley Scott ist wahrscheinlich der am häufigsten diskutierte Film der Filmgeschichte. Also warum nicht weitere Stunden darüber sprechen? Der philosophische Cineast und Kunstkritiker Alexander Wiehart verscuht eine Deutung des Streifens als Existenzphilosophie und erklärt die Schlusssterbeszene als radikalen Freiheitsakt. Wir diskutieren freiwillig philosophische Ansätze von Satre und Immanuel Kant hinsichtlich unserer Willensfreiheit. Pico della Mirandola schaut mit seinen Menschenrechten vorbei, möchte sie aber nicht Peter Singer und dessen Speziesismus veräußern. Alexander wäre aber nicht Alexander, wenn er nicht auch seine antiken Griechen ins sowieso schon volle Programm hineinstopfen würde: Platon, Epikur und den Hedonismus, Aristoteles und dessen Glück als Eudaimonia. Zum Glück schaffe ich auch noch die Soziologen Georg Simmel, Émile Durkheim unterzubringen. Mit ihnen kriegen wir die Kurve zur postmodernen Stadtsoziologie. Wir sprechen über Kriminalität, Rassismus, Ungleichheit. Wir beklagen die Spannung zwischen Individualität und Systemzwänge. Last not least streifen wir auch die Filmästhetik. Musik unter Creative Commons License: Walter Musik: "Oblivion" by Marion von Tilzer, Hans van Eck, Mark van Kempen, Idane


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Mittwoch, 28. August 2013

Armut, Dreck und Trübheit

Das Schöne und das Häßliche in der Kunst teil 2: Armut, Dreck und Trübheit- Seinerzeit ein gefeierter Intellektueller, ist Karl Rosenkranz (1805 – 1879) heute weitestgehend unbekannt. In seinem Aufsatz “Armut, Dreck und Trübheit – Die Krise des Schönen im Anschluss an Karl Rosenkranz”. Wir reden über das Schöne und Gute, das Häßliche und Böse, über Vampire und Batman.










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Montag, 27. August 2012

Das Schöne und das Häßliche in der Kunst

Das Schöne und das Hässliche: Armut, Dreck und Trübheit: Seinerzeit ein gefeierter Intellektueller, ist Karl Rosenkranz (1805 -- 1879) heute weitestgehend unbekannt. In seinem Aufsatz "Armut, Dreck und Trübheit -- Die Krise des Schönen im Anschluss an Karl Rosenkranz" (in "Krise -- welche Krise?" wvb Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2011) bringt der Philosoph, Kulturhistoriker und Kunstkritiker Dr. Alexander Wiehart diesen alten Klassiker der Kunstgeschichte Anhand moderner Beispiele in die Gegenwart zurück. Welche Bedeutung haben Schönheit und Hässlichkeit für die Kunst? Was ist Kunst überhaupt? Wir sprechen über Kant, Friedrich Schlegel, Umberto Eco, Arthur C. Danto, über Italowestern und über Kunst, Komik und Freiheit. Besprochener Aufsatz: Armut, Dreck und Trübheit Dissertationsarbeit: A. Wiehart: Philosophos. Platons Frage und ihre Verteidigung, Marburg 2008. Magisterarbeit: Alexander Wiehart- Howaldt: Essenz, Perfektion, Existenz. Zur Rationalität und dem systematischen Ort der Leibnizschen Theologia Naturalis (= Studia Leibnitiana, Sonderheft 25), Stuttgart 1996. Gedichtseinspieler kamen von http://www.ohrenblicke.de



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Freitag, 23. März 2012

Max Weber: Die Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

Wieso ist unser Lebenslauf so stark von Arbeit und Beruf geprägt? Führten die frühen Jäger- und Sammlerkulturen vielleicht ein angenehmeres Dasein als der moderne Berufsmensch? Warum werden arbeitslose Hartz 4 Empfänger und Obdachlose eines geringeren sozialen Status bedacht als mancher Kriminelle? Wieso befinden sich viele Menschen der Moderne und Postmoderne in einer Sinnkrise? Welche Rolle spielt dabei die Religion? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich heute den Max-Weber-Experten Diego Compagna eingeladen. Denn in Webers soziologischem Klassiker finden wir eingie interessante Antworten. Der Soziologe, Jurist und Ökonom Max Weber (1864 -- 1929), wurde mit seiner Schrift „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" zum Star weit über seine Fachgrenzen hinaus. Weber gehört zu den Gründungsvätern der Soziologie und seine Theorie zur Entstehungsgeschichte des modernen Kapitalismus zu jeder ordentlichen Allgemeinbildung auch von Nicht-Soziologen. In seinem Werk stellt Weber die These auf, dass die Eigenheit des Protestantismus, seine Schäfchen zu fleißiger und lustfeindlicher Arbeit anzuspornen, dem modernen Kapitalismus erst zur Blüte getrieben und den Typus des modernen Berufsmenschen herausgebildet hat.


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Mittwoch, 7. März 2012

Das Blogger-Spenden-Dilemma

Dürfen Blogger spenden? Eigentlich wollte ich mich heute mit dem Soziologen Diego Compagna über Kapitalismus und Max Weber unterhalten. die Diskussion über die Spende eines Hörers, sprengte aber alle zeitlichen Schranken, so dass wir Herrn Weber auf nächste Woche vertrösten mussten. Denn die Frage ist doch: Wenn jemand meinem Blog etwas spendet, darf ich dann anderen Blogs ebenfalls spenden? Wäre das nicht einfach nur eine nicht legitimierte Weitergabe meiner Spenden? Fragen über Fragen und alle am Thema vorbei.


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Sonntag, 26. Februar 2012

Die Körperfresser - eine sozialkonstruktivistische Filmanalyse

Anhand von Gruselfilmen der Körperfresser- und Körperfresserinnen-Thematik (Die Dämonischen, Die Körperfresser kommen und The Invasion) diskutieren wir heute Nacht sozialkonstruktivistische und strukturdeterministische Ansätze der Soziologie. Wir sprechen über Identität, fragen, was uns als Menschen ausmacht, Glück oder Sinn? Wir reden über Gefühle (auch das muss manchmal sein), über Ervin Goffman und Rollentheorie, über Strukturfunktionalismus über die Funktion von Kriminellen und Gefängnissen in unserer Gesellschaft nach Emile Durkheim.


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Sonntag, 22. Januar 2012

Frankenstein - Kulturgeschichte des Monsters

Soziologie des Monsters: In dieser letzten Folge unserer Frankenstein-Reihe diskutieren wir die Soziologie des Monsters. Was ist ein Monster? Was ist die soziale Funktion eines Monsters und gilt die auch für das Krümelmonster aus der Seesamstraße? Außerdem sprechen wir darüber, welche Entwicklung Zombies in der Filmgeschichte genommen haben. Wieder mit dabei, die Soziologen Claudia Muhl und Diego Compagna. Wir erklären auch noch einmal, was ein Horrorfilm ist und wie sich nach Sigmund Freud das Unheimliche definiert. Dazu gucken wir auch kurz ins Unterbewusstsein. Nach den intellektuell anstrengenden letzten Wochen auf meiner abgelegenen Spukvilla, sind wir alle etwas erschöpft und brauchen einen monstermäßigen Kaffee ... Musik unter Creative Commons License: Walter Mazzaccaro "Amadeus in Jazz" Kevin MacLeod "Kool Kats" Introsprecher: Tobias Diakow. Romanleser: Vorleser.net


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Sonntag, 15. Januar 2012

Frankenstein heute?

Frankenstein heute: Wie Mary Shelley's Roman Dr. Frankenstein aus dem Jahre 1818 in jene Zeit einzugliedern sei, darüber unterhielt ich mich mit den Techniksoziologen  Claudia Muhl und Diego Compagna uns in der letzten Episode. Heute diskutieren wir, was uns die Frankenstein-Geschichte heute noch zu sagen hat. Handelt es sich um eine Warnung vor der entfesselten Wissenschaft oder um eine Dokumentation von Rassismus?









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