Freitag, 12. Dezember 2014

Montag, 18. August 2014

Genderforschung: Intersexualität (Hermaphroditismus) - Zweigeschlechtlichkeit

Bei der Erforschung des biologischen Geschlechts verfährt man wie so oft in der Wissenschaft nach der Methode des grünen Mikroskops: Man schaut durch ein grünes Mikroskop und sagt, grüne Linsen reichen für das Verständnis völlig aus da, wie man ja sehen könne, dass alles mikroskopisch Kleine grün sei. Bei der untersuchung von Geschlechtern geht man meist ähnlich vor: Man schaut durch das grüne Mikroskop (= Kategorie Mann/Frau) und findet in der Natur tatsächlich Männer und Frauen vor. Zweifel überkommen den Forscher nicht, denn da man Männer und Frauen nachweisen konnte, sind die Kategorien (= das grüne Mikroskop) völlig richtig gewählt. Hermaphroditismus / Intersexualität, Zwitter) bezeichnet das Auftreten beider Geschlechter in einem Individuum. Angesichts der Tatsache, dass die Biologie 4000 mögliche Geschlechter kennt, fragen wir uns aus einer sozialkonstruktivistischen Perspektive, was der Dualismus von nur zwei Geschlechtern in unserer Gesellschaft bedeutet. In der Agnes-Studie beobachtet der Soziologe Harold Garfinkel in den 60ern den Prozess der Geschlechtsumwandlung eines Patienten und konstatiert die Omnipotenz des Geschlechts. Wir benötigen in unserer Gesellschaft die klare Rollenzuweisung als Mann oder Frau, um Interaktionen anschlussfähig zu machen. Alles dazwischen wird mit einem künstlicher Krankheitsbegriff belegt. Welche Rolle spielt der Sport bei der Geschlechterzuweisung? Was ist überhaupt Sport? Eine performative Maschine? Etablieren sich nur Sportarten mit klaren Rollenverteilungen? Untersuchungen zu Femaleteams in E-Sportarten untermauern diese Annahme (Arbeitskreis Digitale Spiele). Hier der Link zum erwähnten Beitrag des Biologen Dr. Hans-Jürgen Foß, welcher die Eindeutigkeit des Geschlechts aus naturwissenschaftlicher Sicht anzweifelt. Will die Natur irgend etwas? Außerdem gibt es ein kleines Bashing gegen den Soziopod :-) Hier der Erwähnte Soziologiemagazin-Artikel von Hans-Jürgen Voß

Dienstag, 22. Juli 2014

Haben Klone eine Seele?

Ethik, Moral und Existenzialismus; Films Alles, was wir geben mussten (Never let me go) ; der Sinn des Lebens; Haben Klone eine Seele? Kann Terrorismus unter gewissen Umständen gerechtfertigt sein? Jean-Paul Sartre über einen Kapitän; Heinrich Popitz über Herrschaftsverhältnisse auf einer Kreuzfahrt; Michele Foucault und das Schulwesen als Disziplinierungsanstalt; Wieso schlagen sich moderne Erkenntnisse der Lern- und Hirnforschung nicht im Schulsystem nieder? Wissenschaftstheorie und Ockhams Rasiermesser.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Robotersoziologie im Film Robot & Frank

Mensch-Maschine-Interaktion; Film Robot & Frank; Stand der Entwicklung von Servicerobotern wie der ASIMO und den Care-o-bot; Personenbegriff und Identität; Freundschaft; Sozialkonstruktivismus. Brauchen Soziologen Gehirne?


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Sonntag, 2. März 2014

Achtsamkeit als Bildungskonzept

Achtsamkeit ist ein zentraler Bestandteil fast aller Religionen. Insbesondere im Zen-Buddhismus wird viel Wert auf einen achtsameren Umgang mit sich selbst gelegt. Nicht zuletzt hat das Engagement des Dalai Lamas Achtsamkeit inzwischen aus der Religion in Bildung und Erziehung hinein getragen, z.B. als eigenes Schulfach. Mein Gast Dr. Jürgen Elsholtz forscht und publiziert (Bildung und Bewusstsein) nicht nur zu diesem Thema, sondern lebt es auch vor. Seine Lehrveranstaltungen an der Universität Bielefeld sind demnach auch von praktischen Übungen geprägt. Doch nicht immer gelingt es, Achtsamkeit in Bildungskonzepte einzubauen. In dieser Folge versuchen wir eine Begriffsbestimmung, setzen uns mit den Vorreitern der Achtsamkeitsidee Jon Kabat-Zinn und Vera Kaltwasser auseinander und werfen einen kritischen Blick auf religiöse Ideen, welche über derartige Bildungsangebote in die Schulen gelange könnten. Mit dabei im Geiste: Marcel Mauss, Michele Foucault und Peter Sloterdijk.


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Montag, 16. Dezember 2013

Agora - Religion, Herrschaft und Gewalt

Alexander Wiehart über Agora – Die Säulen des Himmels; Hypatia von Alexandria, Mathematikerin, Astronomin, Ingenieurin und Philosophin; Zeit religiöser Umbrüche; Christentum löst alte Kulte ab.


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Samstag, 19. Oktober 2013

Falling Down – Anomietheorie von Robert K. Merton

Zweite Folge zur kriminologischen Anomietheorie von Robert K. Merton; Filminterpretation anhand soziologischer Theorien; Mertons Theorie beschreibt fünf Typen und deren unterschiedlichen Anpassungsstrategien unter sozialen Druck; Spezialtyp "Ritualist" in Falling Down - ein ganz normaler Tag (1993) mit Michael Douglas als genervter Amokläufer.


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Samstag, 12. Oktober 2013

Exam – Anomietheorie von Robert K. Merton

Ein abgeschotteter Raum und acht Bewerber für einen begehrten Job in einem angesehenen Unternehmen. Nur einer kann die Stelle bekommen. Vor ihnen liegt nur ein Stift und ein leeres Blatt Papier. Sie sollen eine einzige Frage beantworten, doch sie wissen nicht welche. Wer den Raum verlässt, das Personal anredet oder sein Papier beschädigt, wird disqualifiziert. Zunächst arbeiten alle zusammen und tasten sich zaghaft Schritt für Schritt vor. Doch schon bald kippt Kooperation in Gewalt. Wir  untersuchen den Ablauf der Geschehnisse des Kammerspiels "Exam -- tödliche Prüfung" aus dem Jahre 2009 anhand einer kriminologischen Theorie -- der Anomietheorie von Robert K. Merton. Nach dieser lassen sich Menschen in fünf Grundtypen einordnen und jeder Typ reagiert anders auf sozialen Druck. Für Cineasten dürfte diese Folge ganz besonders interessant sein, da sie zukünftige Filme ebenfalls mit dieser Anomietheorie abklopfen können.


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